Vermarktungszeitraum für Mandarinen

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Mandarinen wurden schon vor Jahrtausenden im Süden Chinas und Laos’ angebaut. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten sie nach Europa und wurden vor allem in Spanien und Italien als Anbaukulturen genutzt. Mandarinen sind die kleinsten und am leichtesten zu schälenden Zitrusfrüchte. Sie enthalten keine Kerne und sind ebenso saftig wie aromatisch. Die leuchtend orangefarbene Schale kann je nach Sorte unterschiedlich dick ausfallen. Die Frucht liefert große Mengen an Vitamin C und Provitamin A. Sie besitzt antioxidative Eigenschaften, weshalb ihr eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs und Herz- und Gefäßerkrankungen zugeschrieben wird.
Madarinen
 
Okitsu      

Diese Mandarinen reifen schon früh. Die Ernte verläuft schnell und wird noch vor der optimalen Ausfärbung der Fruchtschale durchgeführt, die daher dunkelgrün sein muss. Die Frucht ist mittelgroß, rundlich und oben und unten abgeflacht. Die Schale ist dick und rau und lässt sich leicht vom Fruchtfleisch lösen. Sie ist grünlich gelb und weist einige orangefarbene Schattierungen auf.

Okitsu
                                           
Satsuma     

Diese Sorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie als letzte blüht und als erste geerntet wird. Von allen Mandarinen verträgt sie Kälte am besten. Da die Satsuma keine Kerne erhält, eignet sie sich besonders in Sirup eingelegt für Fruchtkonserven, aber auch zur industriellen Saftherstellung.

Satsuma
                                           
Owari     

 Der genaue Ursprung ist nicht bekannt, doch trat diese Sorte bereits vor langer Zeit in Japan auf. Der kräftige, halb hohe Baum bringt recht große kernlose Früchte mit einem hohen, wenn auch minderwertigen Saftgehalt hervor. (Quelle: IVIA)

Owari
                                           
 
Clementinen gelten als die bedeutendste Untergruppe der Mandarinen und umfassen die meisten Sorten. Die Früchte sind leuchtend orangefarben, rund bis leicht abgeflacht und kernlos. Dank ihrer ausgezeichneten organoleptischen Eigenschaften dienen sie immer mehr zur industriellen Saftherstellung.
Classic Clementines
 
Marisol     

Sie wurde 1970 in Bechí (Castellón, Spanien) als eine spontane Mutation der Oroval entdeckt und weist ähnliche Merkmale auf. Die Marisol wird ebenso früh geerntet wie die Satsumasorte Owari, mit der sie stark konkurriert. Die Früchte reifen an einem kräftigen Baum, der anfangs für einige Zeit zur Dornenbildung neigt und leuchtend grüne Blätter trägt.
Das Fruchtfleisch ist süß im Geschmack und etwas säuerlicher als andere Sorten. Hoher Saftgehalt. Die Früchte sind recht groß, rundlich und besitzen ein zartes Fruchtfleisch ohne Kerne. Die Schale ist körnig, orangefarben und leicht zu entfernen.

Marisol
                                           
Oroval       

Diese Sorte wurde 1950 in Quart de les Valls (Valencia, Spanien) als eine spontane Mutation der Fina entdeckt. Sie wächst an einem kräftigen, gut entwickelten Baum mit leichter Dornenbildung, die sich nach einiger Zeit einstellt.
Die Früchte sind rund und haben eine etwas körnige, leuchtend orangefarbene Schale, die leicht zu entfernen ist. Das Fruchtfleisch ist kernlos. Der reichlich vorhandene Saft ist etwas säuerlicher als bei anderen Sorten, besitzt jedoch einen guten Zuckeranteil. (Quelle: IVIA)


Oroval
                                           
Nulera/Clemenules     

Hierbei handelt es sich um Spaniens beliebteste Clementinensorte. Sie wurde 1953 als eine Mutation der Fina in Nules (Castellón, Spanien) entdeckt. Die Ernte findet sehr früh statt und wird entsprechend der Blütezeit gestaffelt. Der Baum entwickelt sich gut, ist kräftig und sehr ertragreich.
Die Früchte sind groß und etwas abgeflacht. Die Schale ist leuchtend orangefarben und lässt sich leicht entfernen. Das Fruchtfleisch ist kernlos. Der reichlich vorhandene, hochwertige Saft besitzt einen angemessenen Gesamtgehalt an Zucker und Säuren. Das Fruchtfleisch ist saftig und sehr hochwertig.


Nulera/Clemenules
                                           
Hernandina    

Sie wurde 1966 in Picassent (Valencia, Spanien) als eine spontane Mutation der Fina entdeckt, der sie sehr ähnelt. Der Baum ist kräftig, dicht, groß und sehr ertragreich. Die Ernte findet in der zweiten Kampagne (ungefähr von Januar bis Februar) statt, da die Früchte Regenfälle gut vertragen.
Die Früchte sind mittelgroß und leicht abgeflacht. Sie zeichnen sich durch hervorragende organoleptische Eigenschaften aus. Die Schale ist leuchtend orangefarben – meist mit einer charakteristischen grünlichen Färbung am Blütenboden – und dünn und lässt sich leicht entfernen. Das kernlose Fruchtfleisch ist sehr saftig, denn es enthält viel süßen, hochwertigen Saft mit einem guten Säureanteil.

Hernandina
                                           
Oronules    

Diese Sorte entstand 1970 aus einer spontanen Mutation der Clementinensorte Fina in Nules (Castellón, Spanien). Sie wächst an einem kräftigen Baum mit rundlicher Krone und vertikalem Astwuchs.
Die Früchte sind durchschnittlich groß (ca. 70-80 g), etwas abgeflacht, kernlos und mit einer dünnen Schale versehen. Diese besitzt eine leuchtende, reizvolle Farbe. Das Fruchtfleisch und der Saft bestechen durch eine gute organoleptische Qualität.

Oronules
                                           
Arrufatina      

Diese Sorte entstand 1968 aus einer spontanen Mutation der Clementinensorte Nules in Villareal (Castellón, Spanien). Der Baum ist kräftig, entwickelt sich gut und bildet einige Dornen, die mit der Zeit verschwinden können.
Die Frucht besitzt eine gute Größe und einen angemessenen Saftgehalt mit akzeptablen organoleptischen Eigenschaften. Es handelt es sich um eine früh reifende, kernlose Sorte. (Quelle: IVIA)


Arrufatina
                                           
Orogrande    

Sie ist eine Mutation der Sorte Nules, weshalb der Baum und die großen, einheitlichen Früchte ganz ähnlich ausfallen. In einigen Gegenden reifen sie früher als die Nules. Dies ist auf eine gehäufte Blütenbildung zurückzuführen, sodass sich üblicherweise rund 80 % der Blüten bereits in der ersten Blütezeit herausbilden. Die Orogrande stammt von einem kräftigen Baum, der anfangs schnell wächst und auch schnell Früchte hervorbringt.
Diese sind recht groß und weisen eine glatte Haut mit einer geringeren Anzahl an Ölzellen auf. Sie erreichen eine gute Färbung. Das Fruchtfleisch ist kernlos, hat einen hohen, hochwertigen Saftgehalt und einen angemessenen Zuckeranteil, wohingegen der Säureanteil geringer ist als bei anderen Sorten.

Orogrande
                                           
 
New Clementines are a growing group of varieties which come into season earlier than classic clementines. They are similar in quality and have excellent organoleptic properties.
New Clementines
 
Pons     

Sie entstand 1968 in Pego (Alicante, Spanien) aus einer spontanen Mutation der Sorte Nules. Sowohl Baum als auch Frucht ähneln der Sorte, von der sie abstammen. Die Fruchtbildung ist sehr umfangreich und erfolgt früh. Der Unterschied zur Nules liegt in der Reifezeit, die bei der Pons ca. 14 Tage vorgezogen ist. Der Baum ist kräftig, groß und sehr ertragreich.
Auch die Früchte fallen groß aus. Ihre Schale ist leuchtend orangefarben und lässt sich leicht entfernen. Der reichlich vorhandene, hochwertige Saft weist einen angemessenen Gesamtgehalt an Zucker und Säuren auf. Das kernlose Fruchtfleisch ist saftig und hochwertig.

Pons
                                           
Loretina     

Diese Sorte entspringt einer spontanen Mutation der Mandarine Marisol und wurde 1992 in Tormos (Alicante, Spanien) entdeckt. Sie wächst an einem kräftigen Baum mit einigen Dornen, die mit der Fruchtbildung verschwinden. Die Früchte lassen sich leicht schälen und sind kernlos. Sie können über längere Zeit mit guten organoleptischen und verkaufsrelevanten Eigenschaften am Baum belassen werden.
Die kleinen bis mittelgroßen Früchte sind leuchtend orangerot und mit einer leicht rauen Schale versehen, deren Ölzellen etwas hervorstehen. Sie besitzen wie die ursprüngliche Sorte – die Marisol – ein zart-cremiges Fruchtfleisch mit einem hohen, leicht säuerlichen Saftgehalt.

Loretina
                                           
Clemenrubí     

Die Frucht hat eine ähnliche Größe wie die Oronules sowie eine reizvolle, leuchtend orangerote Schale, die weich ist, kaum anhaftet und daher leicht zu entfernen ist. Das orangefarbene Fruchtfleisch besticht durch eine zarte Textur und einen guten Saftgehalt mit einem angenehmen Geschmack. Es enthält keine Kerne.

Clemenrubí
                                           
Mioro     

Die Clementine Mioro oder Capola ist eine früh reifende Sorte, die am Baum schnell verdirbt. Die Früchte sind mittelgroß und leicht zu schälen. Das Fruchtfleisch ist kaum faserig und enthält sehr viel Saft.

Mioro
                                           
 
Der Mandarinenanbau umfasst zahlreiche Hybride, die aus der Kreuzungszüchtung verschiedener Arten von Zitrusfrüchten entstehen. Diese Sorten sind meist spät reifend. Die Früchte sind aufgrund einer guten Größe und orangeroten Färbung sehr reizvoll. Das Fruchtfleisch ist cremig, besonders safthaltig und besitzt generell einen hohen Zucker- und Gesamtsäuregehalt. Die Schale haftet bei den meisten Sorten dieser Gruppe stark am Fruchtfleisch. An einigen Früchten kann man an der Unterseite eine kleine nabelförmige Ausstülpung bemerken, die nur die Schale betrifft.
Hybride
 
Clemenvilla      

Dieser Hybrid wurde 1942 in Florida aus der Kreuzung der Clementine Fina und der Tangelo Orlando. Die mittelgroße bis große Frucht ist kugelförmig, leicht abgeflacht, orangerot gefärbt und sehr reizvoll. Besonders charakteristisch sind die strahlenförmigen Furchen an der Unterseite. Die Schale ist dünn, glänzend und haftet stark am Fruchtfleisch. Ihre innere Qualität ist ausgezeichnet: das Fruchtfleisch leuchtend orangefarben und die Segmente sehr saftig und zart mit einem angenehmen süßen Geschmack und reichlich Saft. Der Säuregehalt ist mäßig, der Reifeindex hoch.

Clemenvilla
                                           
Fortuna   

Dieser Hybrid aus der Clementine Fina und der Mandarine Dancy wurde 1964 in Kalifornien erzielt. Die Frucht besitzt eine gute Größe, eine reizvolle Orangefärbung und einen hohen Gehalt an leicht säuerlichem Saft. Die Schale ist zwar sehr dünn und haftet stark an, lässt sich aber leicht entfernen. Reif besitzen die Früchte einen süßen Geschmack, ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis und einen hohen Saftgehalt.

Fortuna
                                           
Ortanique  

Sie ist ein Hybrid aus Orange und Mandarine, wenngleich die Elternsorten unbekannt sind. Die Früchte sind groß, rundlich im Stielbereich und flach an der Unterseite. Die Schale ist leuchtend orangerot und haftet stark am Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch ist zart, sehr saftig und besitzt einen hohen Saftgehalt mit einem ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnis. Die Sorte ist kernlos.

Ortanique
                                           
Nadorcott     

Sie ist die jüngste bekannte Mandarinensorte und entstand aus einer Mutation der Murkott. Sie eine spät reifende Mandarine, die Mitte Februar perfekte Erntevoraussetzungen aufweist und noch bis April/Mai geerntet werden kann, da sie sich gut am Baum hält. Die Sorte ist sehr produktiv.
Die Früchte sind fast leuchtend rot und besitzen einen reizvollen natürlichen Glanz. Die Farbe verblasst, wenn die Früchte am Baum belassen werden, doch die hohe Saftmenge und -qualität werden davon nicht beeinträchtigt. Die Früchte sind etwa 60-65 mm groß und lassen sich leicht schälen, weshalb sie besonders bei Kindern beliebt sind.


Nadorcott
                                           
Start/EndeHochsaison