Vermarktungszeitraum für Orangen

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Diese Sortengruppe zeichnet sich durch Früchte mit einer inneren oder äußeren nabelförmigen Ausstülpung aus. Die Navel-Orangen sind groß, leicht zu schälen und kernlos.
Navel-Gruppe
 
Navelina    

Sie stammt ursprünglich aus Kalifornien und gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Spanien. Der Baum ist kräftig und sehr ertragreich. Das Fruchtfleisch ist süß, saftig und von ausgezeichneter Qualität. Die Früchte sind groß, rundlich oder leicht oval und besitzen eine durchschnittlich dicke, glatte Schale mit einer leuchtenden Orangefärbung.

Navelina
                                               
Navel    

Diese aus Brasilien stammende Sorte entsprang einer spontanen Mutation. Die Früchte haben einen leckeren, süßen Geschmack und sind kernlos. Das süße Fruchtfleisch macht die Navel zu einem unübertrefflichen Tafelobst. Die Schale leuchtet orangefarben und lässt sich leicht schälen.
Der Baum entwickelt sich gut bei einem mediterranen oder ähnlichen Klima. Das Hauptmerkmal der Navelsorten ist die nabelförmige Ausstülpung der Früchte an der dem Stiel entgegengesetzten Seite.

Navel
                                               
Lane late    

Sie wurde 1950 in Australien als eine spontane Mutation der Washington Navel entdeckt. Der Baum ist kräftig, groß und erzielt eine frühe, sehr produktive Fruchtbildung.
Die Früchte sind ebenfalls groß, leuchtend orangefarben und haben eine relativ glatte Schale. Die nabelförmige Ausstülpung ist von außen kaum zu erkennen. Die Lane Late besitzt einen süßen, angenehmen Geschmack und einen geringen Limoningehalt, weshalb ihr Saft nicht so bitter ist wie bei anderen Sorten. Das Fruchtfleisch besticht durch gute organoleptische Eigenschaften.

Lane Late
                                               
Fukumoto    

Diese Sorte weist eine sehr gute Qualität auf, ist mittelgroß, rundlich und mit ähnliche Furchen wie die Lane Late versehen, wenngleich die Früchte der Fukumoto etwas abgeflachter sind. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und kernlos. Die Schale leuchtet orangefarben. Die Sorte reift früh und kann Anfang Oktober geerntet werden.
Der Ursprung der Sorte ist nicht genau bekannt, doch wird vermutet, dass sie in Kalifornien aus einer spontanen Mutation entstand. Diese Orangensorte erweist sich als höchst kältebeständig, sorgt jedoch für unterschiedlich hohe Erträge. Die Früchte werden meist entgrünt, um die Ernte vorzuziehen. Die Fruchtbildung erfolgt schnell und reichlich.
Die Fukumoto ist eine der meistangebauten Sorten. Ihre hochwertigen Früchte eignen sich für den Frischverzehr. Sie eignet sich für alle Zitrus-Anbaugebiete, besonders aber für Gegenden mit Frostgefahr, in denen eine frühe Ernte erfolgen muss.

Fukumoto
                                               
Navel powell    

Die Frucht ist abgeflacht bis eiförmig und orangefarben. Ihre nabelförmige Ausstülpung ist immer erkennbar, und sie ist kernlos und von großer Qualität. Der Saft besitzt einen geringen Säure- und hohen Zuckergehalt und ist gelb bis orangefarben. Da die Navel Powell kein Limonin enthält, entwickelt sie keinen charakteristischen Bittergeschmack wie andere Sorten der Navel-Gruppe. Die Schale ist dünn, mit sichtbaren Ölzellen überzogen und haftet nur mäßig am Fruchtfleisch.

Navel Powell
                                               
 
Die Sorten diese Gruppe besitzen höchst unterschiedliche Eigenschaften. Sie bringen abgeflacht runde bis eiförmige, mittelgroße bis große Früchte ohne nabelförmige Ausstülpung hervor. Je nach Sorte weisen die Früchte eine unterschiedliche Ausfärbung auf.
Blondorangen-Gruppe
 
Salustiana    

Diese Sorte hat ihren Ursprung in der Provinz Valencia (Spanien) und entstand durch spontane Mutation der Comuna. Der Baum ist kräftig, gut entwickelt und ertragreich.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, rundlich abgeflacht und von einer etwas rauen Schale von mittlerer Dicke umgeben. Die Salustiana ist fein, lecker und süß im Geschmack. Sie besitzt ein sehr saftiges Fruchtfleisch und einen hohen, hochwertigen Saftanteil. Sie enthält kaum Kerne.


Salustiana
                                               
Valencia-Late    

Ihr Ursprung liegt im 19. Jahrhundert auf den Azoren, wo sie als spontane Mutation entstand. Der Baum ist groß, kräftig und sehr ertragreich.
Die Valencia Late ist mittelgroß bis groß, rund und etwas länglich. Die Schale ist dünn, glatt und leuchtend orangefarben. Die Frucht ist leicht zu schälen und enthält kaum Kerne. Das Fruchtfleisch zeichnet sich durch eine gute Farbe sowie einen hohen Gehalt an leicht säuerlichem Fruchtsaft aus.


Valencia-Late
                                               
 Valencia Midknight    

Der Ursprung dieser früh reifenden Sorte ist unbekannt, doch entdeckt wurde sie erstmals auf einer Plantage von Valencia Late in Addo, in der südafrikanischen Provinz Ostkap. Ihre Entdeckung durch A.P. Knight geschah um 1927, doch erst in den 1970er Jahren wurde der Frucht Bedeutung beigemessen.
So besticht sie durch einen sehr hohen Saftgehalt und einen guten Geschmack, enthält kaum Kerne und ist recht groß. Sie reift zwei bis vier Wochen früher als die Sorte Valencia Late und kann ebenso lange am Baum belassen werden. Allerdings lässt sie sich schwerer schälen, da die Schale dünner ist, fester anhaftet und eine große Menge an ätherischem Öl abgibt. Die Valencia Midknight passt sich hervorragend den klimatischen Bedingungen an, unter denen Navel-Orangen eine optimale Qualität erreichen.


Valencia Midknight
                                               
Start/EndeHochsaison